Ostsee-Umrundung: Mikrocamper Sommer (Tagebuch)

Tag 15

Am nächsten Morgen machen wir uns nach dem Frühstück auf zur Rentierfarm. Der Weg führt in einen Wald hinein bis man zu Häusern und Scheunen gelangt. Einige Rentiere spazieren über die Wege. Als wir aus dem Auto steigen, kommt uns ein Mann entgegen. Ihm gehörte die Farm. Christian spricht kurz mit ihm. Wir wollen gern Aufnahmen von den Rentieren machen und wenn möglich von einer Frau in traditioneller samischer Kleidung. Das wird uns gestattet und wir sehen uns auf der Farm um.
Die Tochter des Farmers zeigt sich in sehr schön verzierter Traditionskleidung. Auch wenn nicht alle, die auf der Farm leben, von oben bis unten in samische Kleidung gehüllt sind, fällt mir auf, dass alle traditionelles Schuhwerk tragen. Es sind lederne Schuhe umwindet von roten Bändern mit gelbem Muster.
Beeindruckend ist es, wie nah die Rentiere an uns herankommen, trotz dass es eher scheue Tiere sind. So konnten wir einige Aufnahmen machen und außerdem erfahren wir noch mehr über die samische Kultur. Unter anderem wird uns erzählt, dass es in Finnland drei samische Sprachen in Wort und Schrift gibt: Inarisamisch, Nordsamisch und Skoltsamisch. Sie sind von den verschiedenen Ländern, in denen die Samis leben, geprägt und bis heute erhalten.
Nach dem Besuch der Rentierfarm, machen wir uns auf zum Parlament der Samis in Inari. Es ist ein großer modern wirkender Bau, in den wir hineingehen. Christian hat im Vorfeld Kontakt zum Parlament aufgenommen, so dass wir die Möglichkeit haben, einige Fragen bei einer Ansprechpartnerin loszuwerden. Wir fragen an der Rezeption nach, ob sie zu sprechen sei. Sie ist im Haus und wir sollen uns einen Moment gedulden. In der kurzen Wartezeit sehen wir uns im Parlament etwas um. Doch so viele Informationen können wir uns rein visuell nicht einholen. Als unsere Ansprechpartnerin auf uns zu kommt, freuen wir uns, sie zu sehen und hoffen, sie habe Zeit für ein kleines Interview. Das wird uns allerdings verwehrt. Das Parlament und deren Mitarbeiter geben keine spontanen Interviews und der Vorsitzende sei im Urlaub. Ok – das ist ein kleiner Rückschlag. Sie erklärt uns, dass es nicht so einfach ist. Wir können gern Fragen schriftlich formulieren und Ihr per Mail zukommen lassen. Diese könne der Vorsitzende des Samiparlaments beantworten, wenn er aus seinem Urlaub zurück ist. Damit müssen wir uns begnügen.
Nach dem kurzen Besuch des Samiparlaments und wenig hilfreichen Antworten steigen wir ins Auto und fahren weiter Richtung Süden.

2 Comments Add yours

  1. Mein positivstes Mitgefühl hätte das Projekt, wenn es hiesse:
    1/10 der Unfahrung PER FAHRRAD.

    1. Christian says:

      Ja naja dafür hätten die 3 Wochen nicht ausgereicht. Aber vielleicht kannst du uns ja von deinen Touren berichten. Die sind bestimmt auch sehr spanned. Wir sind gespannt. Liebe Grüße

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