Winterzelten

“Im Sommer kann ja jeder …”
In diesem Artikel erfährst du wie das Zelten im Schnee bis – 30 Grad zum unvergesslich schönen Erlebniss wird.

  • Was beachten beim Zeltaufbau im Schnee?
    Als erstes überprüfst du, aus welcher Richtung der Wind kommt. Das Zelt stellst du so auf, dass es dem Wind möglichst wenig Angriffsfläche bietet. Der Zelteingang befindet sich bestenfalls auf der windabgewandten Seite. Trete den Schnee an der gewählten Stelle platt. Dabei lohnt es sich die Schneeschuhe auszuziehen und das Gepäck auf dem Rücken zu behalten. So bist du schwerer und kannst den Schnee besser zusammendrücken.
    Bei starkem Wind kannst du die Fläche zusätzlich noch etwas freischaufeln, damit das Zelt tiefer im Schnee steht und so besser vor Wind geschützt ist. Außerdem verhinderst du dadurch, dass sich Schneeverwehungen zwischen Außenzelt und Innenzelt bilden.
    Zum Abspannen des Zeltes verwendest du anstelle von herkömmlichen Heringen sogenannte Schneeanker. Diese haben eine größere Fläche und finden auch in lockerem Schnee guten Halt. Hast du keine Schneeanker zur Hand, kannst du auch normale Heringe quer im Schnee vergraben. An den wichtigen Abspannpunkten nimmst du am besten deine Trekkingstöcke/Schneeschuhe/Ski, indem du sie ebenfalls im Schnee verankerst.
    Wenn genug Schnee liegt, kannst du die Apsis freischaufeln. So hast du mehr Platz zum Sitzen oder für dein Gepäck. Die Schaufel ist aber nicht nur hierfür nützlich! Sollte es dich über Nacht einschneien, kannst du dir mit der Schaufel wieder einen Weg hinaus graben.

Die Schaufel gehört deshalb definitiv zur Grundausrüstung beim Winterzelten!

  • Die Isomatte/ Luftmatratze
    Hier gilt theoretisch: desto dicker, desto besser… aber natürlich zählen auch die inneren Werte – sprich die Füllung der Matte und die entsprechende Isolierfähigkeit. Es gibt verschiedene Materialien mit unterschiedlichen Isolierwerten. Den Isolierwert erkennst du anhand des R-Wertes, der von den meisten Herstellern angeben wird. Er ermöglicht es verschiedene Matten hinsichtlich ihrer Isolation zu vergleichen. Je nachdem wie kalt die Region ist, in der du schlafen möchtest, solltest du eine Matte mit entsprechenden Werten kaufen. R-Wert
    Als Alternative kannst du aber auch einfach zwei Matten miteinander kombinieren. Ob das sinnvoll ist, erkennst du indem du den R-Wert ins Verhältnis zum Gewicht der Matte setzt.
  • Der Schlafsack
    Auch bei Schlafsäcken gibt es empfohlene Temperaturbereiche, an denen du dich orientieren kannst. Wichtig ist, dass die Angaben einer Norm (ISO-Norm oder EN-Norm) entsprechen, damit die Produkte verschiedener Hersteller vergleichbar bleiben.
    Um die Wärmeleistung deines Schlafsackes noch etwas zu steigern, kannst du ein Inlett oder einen Sommerschlafsack hinzufügen.
  • 5 Tipps für einen guten SchlafNiemals kalt in den Schlafsack!
    Der Schlafsack hat keine Heizung oder ähnliches. Er heizt sich erst durch deine Körperwärme auf. Du bist quasi die Heizung! Kriechst du aber schon mit klappernden Zähnen und blauen Lippen in den Schlafsack wird er sehr langsam oder gar nicht warm werden. Deshalb: Tanze um das Zelt, mache Kniebeugen oder Hampelmänner, damit dir schon schön warm ist, wenn du im Schlafsack verschwindest.
    1. Füße in die Kapuze!
      Viele Menschen (mich eingeschlossen) kriegen sehr schnell kalte Füße. Um das zu verhindern, lege deine geöffnete Winterjacke mit dem Kopfteil nach unten über den Schlafsack auf deine Beine. So kannst du deine Füße in die Kapuze schieben und bist am empfindlichen unteren Teil doppelt isoliert.
    2. Alles in den Schlafsack!
      Alles, was gefrieren kann – aber es bestenfalls nicht tun sollte – kommt mit in den Schlafsack z.B Zahnpasta. Auch Batterien oder Akkus fühlen sich im Schlafsack wohler, da sie sich bei kalten Temperaturen an Leistung verlieren.
    3. Schal hoch!
      In der Nacht einen Schal zu tragen ist in zweifacher Hinsicht eine gute Idee. Zum einen bleibt der Hals schön warm, zum anderen kannst du ihn über Nase und Mund ziehen. So bleibt auch die untere Hälfte deines Gesichts warm und (der wichtigste Punkt!) dein Atem geht nicht in den Schlafsack. Folglich wird nur dein Schal feucht und nicht der Schlafsack mit der empfindlichen Füllung.
    4. Fenster auf!
      Eine gute Luftzirkulation ist das A und O beim Winterzelten. Die Luftzirkulation im Zelt ist deshalb so wichtig, weil dein Atem in der Nacht an der Zeltwand kondensieren wird. Das heißt deine Ausatemluft bildet kleine Tropfen an der Zeltwand, die gefrieren und schließlich als Schnee wieder auf dich herabrieseln. Um das zu verhindern, solltest du auf eine möglichst gute Luftzirkulation achten – was natürlich auch bedeutet, die Fenster in der Nacht offen zu lassen. Schnee soll aber auch nicht von außen ins Zelt geweht werden!
      Also: öffne die Fenster der windabgewandten Seite. Die Fenster auf der windigen Seite ziehst du hingegen nur einen kleinen Spalt weit auf.

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