Wie man mit Angst umgeht

Sie versteckt sich unterm Bett und in der Dunkelheit, überkommt uns in großer Höhe oder während einer Klausur. Mal als Spinne, mal als enger Fahrstuhl, mal als Mathelehrer
– in welcher Gestalt auch immer –
jeder kennt sie, keiner mag sie, niemand bleibt von ihr verschont. Angst gehört zum Leben.

Der Science-Fiction-Film After Earth, indem die Auseinandersetzung mit der Angst eine entscheidende Rolle spielt, zeichnet jedoch ein anderes Bild….

 „Angst ist nicht real. Der einzige Ort, an dem Angst existieren kann ist in unserer Vorstellung von der Zukunft, sie ist ein Produkt unserer eigenen Fantasie und lässt uns Dinge fürchten, die in der Gegenwart nicht existieren und vielleicht niemals existieren werden. (…) Versteh mich nicht falsch, die Gefahr ist sehr wohl real, aber Angst ist eine Entscheidung.”

Die Angst als Entscheidung?
Was ist dran an diesem Zitat aus der Traumfabrik Hollywood? Lässt man die markigen Formulierungen außen vor und schaut auf den Inhalt, zeichnet sich eine einfache Kernaussage ab: Deine Angst existiert erst durch dich, sie ist deine Bewertung einer Situation.
Was nicht automatisch heißt, dass Angst partout etwas schlechtes ist.
Ganz im Gegenteil: Ohne Angst würde es uns nicht geben. Sie sorgte bereits in der Steinzeit dafür, dass wir Gefahren überhaupt wahrnehmen, dass wir wachsam sind und blitzschnell Entscheidungen treffen können, die über Leben und Tod entscheiden. Angst hat also durchaus ihre Daseinsberechtigung! Wer keine Angst kennt, wird nicht schnell auf Gefahren reagieren können oder er wird sie gar nicht erst als solche wahrnehmen. Das Problem mit der Angst ist vielmehr, dass sie uns nicht nur warnt, sondern uns mit einer solchen Wucht überkommt, dass wir glauben sie nicht mehr händeln zu können. Sie lähmt uns oder stürzt uns in Panik, wir können nicht mehr klar denken, wissen nicht mehr wo oben und unten ist.
Die Angst ergreift Besitz von uns.

Science-Fiction hin oder her: Genau an diesem Punkt kann eine veränderte Sicht auf die eigenen Ängste helfen! Die Angst als Entscheidung zu sehen gibt uns die Macht sie nicht einfach akzeptieren zu müssen! Wir selbst können bestimmen, welches Maß an Angst wir zulassen wollen!

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