Tag 10
Wir entscheiden uns am Vormittag für ein ausgiebiges Frühstück inklusive frisch gesammelter Brombeeren. In unmittelbarer Nähe zum Meer sind fast überall Brombeersträuche zu finden, die bei dem Klima voller reifer Früchte hängen.
Durch die permanente Sonneneinstrahlung während des Tages ist der Akku aufgeladen und der Kühlschrank gut gekühlt. So können wir problemlos den nächsten Ort ansteuern.
Der Plan ist es, eine Stelle anzufahren, an der wir das Kayak auf kurzem Weg ins Wasser tragen können und an der vielleicht ein paar Wellen vorhanden sind. Wir fahren an einen Ort, südlich von Monacia-d´Aullène. Theoretisch soll er strandnah sein. Das war er auch. Sind wir dort geblieben? Nein, denn es ist komplett überfüllt. Wir befinden uns inmitten von Hotels und touristisch gut zu erschließendem Gebiet. Das gleicht nicht unseren Vorstellungen. Wir steuern weitere Parkplätze an, doch alle sind schon besetzt. Sogar nach einer gefühlten Stunde Offroad-Fahrt, bei der man meint, hier fährt doch keiner hin, sind die Plätze voll.
Es ist mittlerweile 19 Uhr und wir haben noch immer keinen Schlafplatz. Wir versuchen uns an einer weiteren 5-km-Strecke auf unbefestigter Straße. Und auch da sind Leute. Da es schon spät geworden ist und wir nicht weiterfahren wollten, bleiben wir für die Nacht dort. Der Platz hat kleine Buchten und am späteren Abend können wir eine für uns in Anspruch nehmen. Unter den Fahrzeugen gab es einige Tagesbesucher, die hier nicht übernachten wollen.
Wir gehen kurz zum Strand, entschieden uns aber das Kayak auf dem Dach von Edgar zu lassen.
