Kungsleden Tag 13

Wir plündern das Frühstücksbuffet. Schließlich müssen wir das ganze Geld ja irgendwo wieder rein holen;)
Der Himmel ist heute wolkenverhangen. Es schneit in dicken Flocken. Wir nehmen es als Zeichen unseren müden Knochen einen weiteren Wandertag zu ersparen. Wir wollen mit dem Bus weiter nach Nikkaluokta. An der Rezeption erhalten wir die Info: der Bus fährt 11.00Uhr. Kurz vor elf stehen wir also mit Sack und Pack in Position…kein Bus zu sehen. Wir warten. Nichts tut sich. Schließlich, auf erneute Nachfrage: es gibt gar keinen Bus! Der Mitarbeiter von der Rezeption hat uns missverstanden (er ist recht wortkarg und lässt sich alles aus der Nase ziehen…). Immerhin erfahren wir, dass es einen Scooterservice gibt, der die Strecke regelmäßig fährt. Der Scouter soll 14.00Uhr da sein. Kurz vor zwei stehen wir also wieder in Position…kein Scooter zu sehen. Aaargs! Langsam werde ich ungeduldig! Ich gehe wieder an der Rezeption… und erarbeite mir häppchenweise neue Infos. Alter Schwede (im wahrsten Sinne des Wortes)! Der neue Stand: der Scooter kommt 14.00Uhr… fährt aber erst 15.00Uhr wieder los. Kurz vor drei sitzen wir immer noch im Foyer. Ich bin schon wieder auf dem Weg zu meinem Freund an der Rezeption, da kommt endlich der Scooter-Fahrer!
Der Anhänger ist glücklicherweise groß genug, um uns und unser Gepäck unterzubringen. Dann beginnt die rasante Fahrt! Es schneit immer stärker. Die Sicht ist nicht sehr weit. Dafür ist es verhältnismäßig warm (-8 Grad). Es holpert und wackelt. Wir fliegen über kleine Anhöhen und nehmen enge Kurven. Als wir nach etwa 45 min in Nikkaluokta ankommen ist mir latent schlecht.

Nikkaluokta ist eine echte Überraschung! Im Gegensatz zum modernen Hotelkomplex in Kebnekaise gibt es hier mehrere kleine Hütten. Die Anlage ist seit Generationen in Besitz einer Samen-Familie (Samen oder auch Sami sind die Ureinwohner Lapplands).
Das Haupthaus ist ein modernes, architektonisches Meisterwerk: große Fenster, helle Holzbalken und ein riesiger, offener Kamin in der Mitte des Raumes! Die Kultur des indigenen Volkes ist trotz aller Modernität überall präsent: Rentiergeweihe hängen an den Wänden, Bücher über die Geschichte des Volkes liegen aus und traditionelle Musik erfüllt den Raum. Wir sind beeindruckt!
Auch preislich ist Nikkaluokta attraktiver als Kebnekaise. Wir mieten uns eine eigene kleine Hütte mit Küche, Bad und Strom. Alles ist sehr schick und trotzdem wohnlich eingerichtet.
Draußen schneit es unentwegt weiter…

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2 Comments Add yours

  1. Jana says:

    Spannender Blog, tolle Bilder! Wir benutzen das gleiche Theme :)

    Liked by 1 person

    1. wagabunden says:

      Vielen Dank! Ich muss mich noch ein bisschen reinfuchsen;)
      Werd mal bei deinem blog vorbeischauen!

      Liked by 1 person

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